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Ayurvedische Ernährungslehre Gesunder Körper – ausgeglichener Geist

Die ayurvedische Heilkunde ist ein ganzheitliches System zum Wohle von Körper und Geist. Neben Reinigungskuren (Panchakarma), Yoga und speziellen Massagen ist die Ernährungslehre von entscheidender Bedeutung. Durch die Entgiftung des Körpers aktivieren sich die Selbstheilungskräfte und laufen sozusagen auf Hochtouren, so dass Beschwerden erst gar keine Chance haben. Im Rahmen dieser Lehre werden die Menschen in drei Dosha-Typen unterteilt.

Unter Doshas sind die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha zu verstehen. Diese sind für unsere individuelle Konstitution verantwortlich und steuern unsere körperlichen und geistigen Funktionen, unsere Verhaltensformen sowie unsere Anfälligkeit für Krankheiten. Befinden sich die Doshas im Gleichgewicht, sind wir gesund und widerstandsfähig. Beschwerden und Krankheiten entstehen aus Sicht der ayurvedischen Lehre durch ein Ungleichgewicht zwischen den drei Lebensenergien. Unsere Ernährung hat demnach einen maßgeblichen Anteil an unserer körperlichen sowie geistigen Gesundheit. Die Lebensmittel werden auf unseren jeweiligen Dosha-Typ abgestimmt, der durch einen Test ermittelt werden kann. Diesbezüglich werden Fragen zum Körperbau, zur Haut, zu den Haaren, Augen und Nägeln beantwortet. Ferner wird nach Abneigungen hinsichtlich klimatischer Bedingungen gefragt, nach Schlafgewohnheiten, Gedächtnisleistung, Zustand des Geistes, Redegewandtheit, Verhalten bei Stress und Bewegungsabläufen – eher schnell oder langsam. Darüber hinaus nach dem Hungerempfinden, dem Naturell, Eigenarten, Verhaltensweisen sowie der Ausprägung der Sinne.

Stoffwechsel und Energieversorgung
Unser Organismus setzt sich aus fünf Elementen zusammen: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther/Himmel, die in den jeweiligen Doshas vertreten sind. Vata symbolisiert die Elemente Luft und Raum und ist für Klarheit, Wachheit und Bewegung zuständig. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, so reagieren wir mit Nervosität, unruhigem Schlaf und Appetitlosigkeit. Pitta steht für das Feuer, die Grundlage unseres Verdauungssystems, Stoffwechsels und unserer Energieversorgung. Im Umkehrschluss kann es zu Gereiztheit und Verdauungsstörungen kommen. Kapha, das stabilisierende Erdelement, sorgt für Ruhe und Kraft, haben wir zu viel davon, können wir mit Trägheit und Übergewicht reagieren.

Säulen der Ernährung
Und wie sieht nun ein entsprechender Ernährungsplan aus? Unabhängig vom jeweiligen Dosha-Typ soll jede Mahlzeit die folgenden sechs Geschmacksrichtungen enthalten: süß, sauer, salzig, herb, bitter und scharf. Die Funktionen des Stoffwechsels und der Verdauung bilden die Säulen der ayurvedischen Ernährung. Lebensmittel, die nicht vollständig verdaut werden, lassen Stoffwechselschlacke und toxische Substanzen zurück, die zahlreiche Beschwerden auslösen können. Tierische Eiweiße, enthalten in Fleisch, Fisch, Eiern und Milch, werden strikt voneinander getrennt. Milch wird als ein eigenständiges Nahrungsmittel angesehen und sollte nicht mit Salzigem, Saurem, Blattgemüse und frischen Früchten zu sich genommen werden. Hülsenfrüchte wie Mungbohnen, Kichererbsen und Linsen sind hervorragend mit Milch kombinierbar. Obst sollte immer alleine gegessen werden, da die Kombination mit anderen Lebensmitteln zu Gärungsprozessen im Verdauungstrakt führen kann. Getreide, Teigwaren, Kartoffeln und Fette werden den süßen Nahrungsmitteln zugeordnet, die zusammen mit Gemüse und Salat ihre positive Wirkung entfalten. Reis bildet die Ausnahme und passt zu allen Lebensmitteln. Auf Zwischensnacks wird bewusst verzichtet und zwischen den Mahlzeiten sollen drei Stunden liegen, damit die Nahrung erst vollständig verdaut werden kann. Gewürze spielen eine wichtige Rolle, nach der indischen Heilslehre besitzen sie heilende Wirkungen. Die traditionelle indische Medizin besagt, dass jede Heilpflanze auf den Körper sowie auf die Seele des Menschen einwirkt, was auch hinsichtlich der Ernährungslehre stets berücksichtigt wird. Nelken, Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt sind die zehn „Königsgewürze“ der ayurvedischen Küche. So gut wie alle Speisen werden gekocht, Rohkost kommt nur sehr selten auf den Tisch. Und bitte keine Gegensätze, also keine kalten Getränke zu heißen Gerichten trinken, stattdessen eignet sich zimmertemperiertes Wasser. Nach der ayurvedischen Lehre sollen die Mahlzeiten mit Liebe gekocht und stets gemeinsam in Ruhe eingenommen werden. Gemäß dem buddhistischen Satz „Wenn du isst, dann iss.“

Dosha-Typen
Menschen, die zum Vata-Typ gehören, können an Verdauungsstörungen leiden und zu Untergewicht neigen. Die empfohlenen Geschmacksrichtungen, die Vata entgegenwirken, sind salzig, sauer und süß. Pitta-Typen besitzen ein starkes „Verdauungsfeuer“ (Agni) und neigen zu Heißhunger. Pitta reduzierende Geschmacksrichtungen sind bitter, herb und süß. Bei Kapha-Typen können sich eine langsame Verdauung sowie ein niedriger Umsatz bemerkbar machen. Bei mangelnder Bewegung neigen diese Typen zu Übergewicht. Bittere, herbe und scharfe Geschmacksrichtungen schaffen den nötigen Ausgleich.

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