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Boule und Pétanque Taktik und Konzentration

In ungezwungener Atmosphäre kommen Menschen jeden Alters auf Plätzen oder Rasenflächen zusammen und erfreuen sich an dem beliebten Kugelspiel der Franzosen. Dieses französisch anmutende Bild hat längst einen Platz in unserem alltäglichen Leben eingenommen. Kürzlich konnte ich mich selbst davon überzeugen und freue mich schon jetzt, es bald einmal auszuprobieren. Ich schaute im Boule-Club unseres Städtchens vorbei und beobachtete das rege Treiben aus nächster Nähe. Gleichzeitig erfuhr ich viel Interessantes und Wissenswertes über Boule, genauer gesagt Pétanque.

Boule ist lediglich der französische Ausdruck für Kugel und dient als Oberbegriff für die verschiedenen Kugelsportarten. Die meistverbreitete Spielart nennt sich Pétanque und kann salopp gesagt als „Standardspielart“ angesehen werden. Entstanden ist sie 1910 in dem kleinen Städtchen La Ciotat an der Côte d’Azur. Ein erfahrener älterer Spieler des „Jeu Provençal“ war aufgrund seines Rheumas dazu gezwungen zuzusehen. Der dazugehörige Ausfallschritt und die drei Schritte zum Anlauf waren für ihn zu beschwerlich und zu schmerzhaft. Aufgeben kam für ihn jedoch nicht in Frage und so kam ihm die Idee, einfach die Wurfdistanz der Metallkugeln zu verkürzen und - ohne Anlauf zu nehmen - im Stehen zu spielen. Die Abwurfposition sieht vor, dass man mit geschlossenen Füßen in einem gezeichneten Kreis steht, und daher leitet sich auch der Name des Spiels ab. „Geschlossene Füße“ heißt übersetzt „pieds tanqués“ und auf Provenzalisch „ped tanco“.

Keine festen Regeln
„Pétanque kann bis ins hohe Alter gespielt werden. Da es sich eindeutig um einen Mannschaftssport handelt, ist es ein sehr kommunikatives Spiel. Wir sind flexibel, da auf fast allen Plätzen und Wiesen gespielt werden kann. Die Bewegung an frischer Luft tut einfach gut und zugleich handelt es sich um ein taktisches Spiel, bei dem Konzentration gefragt ist“, erzählt mir Michael Rathschlag aus dem Erkrather Boule-Club. Mittlerweile haben so gut wie jede Stadt und selbst kleinere Ortschaften ihren eigenen Club. Eine Mitgliedschaft ist nicht zwingend notwendig, gespielt werden kann immer und überall. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf rund 67 Euro, was von Stadt zu Stadt variieren kann. „Feste Regeln gibt es nicht, die Kugeln können flach oder auch hoch geworfen werden.“ Die Zielkugel wird Schweinchen genannt und es gilt, näher an diese heranzukommen als der Gegner. Sind alle Kugeln gespielt, bekommt ein Team so viele Punkte, wie es Kugeln hat, die näher an der Zielkugel liegen als die des Gegners. Das Team, das zuerst 13 Punkte erreicht hat, hat gewonnen. Möchten Spieler an Meisterschaften teilnehmen, ist eine Lizenz nötig, die im Rahmen von Kursen erworben werden kann.

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