Der Herbst lockt in Rot, Puder und Eisblau Interview mit Modeexperte Alexander Radermacher

Jedes Jahr auf's Neue gibt es Trends für Herbst und Winter. Wir schauen uns die diesjährigen Trends mal an und haben dafür mit einem echten Modeexperten gesprochen.

Alexander Radermacher (37) ist Fashion Director bei dem Messeveranstalter Igedo Company in Düsseldorf und kennt sich in der Modebranche aus. Er ist zuständig für Modenschauen, Projektmanagement, Styling und Modelcasting.

Was sind die aktuellen Trends für den Herbst?

Grundsätzlich unterscheiden sich Trends immer in verschiedene Sparten. Es gibt die Sparte für die ganz jungen Leute - die Sachen sind dann immer ein bisschen wilder. Dann gibt es noch eine mittlere Sparte, so um das Moderedakteurinnenalter herum und die Sparte, die in Richtung gesetztere Frauen geht. Also das was man auch auf der Straße sieht. Für die gesetztere Generation gibt es einen Trend, der sich mit so einem "Schönen Luxus" beschäftigt. Das bedeutet, dass minimalistische und maximalistische Styles miteinander kombiniert werden. Maximalistisch können beispielsweise auch die Farben sein. Trendige Farben sind momentan Knallrot, Flamingo, Safarigrün und verschiedene Blautöne wie Eisblau und Aquamarin. Gerade die Blautöne lassen sich toll mit Rot kombinieren und bringen Farbe in den Herbst. Man kann sie auch super zu gedeckten Tönen kombinieren wie Puder, Beige und Cognacbraun. Was Schnitte angeht sind Pencilskirts und weite Marlenehosen aus einem dicken Wollstoff sehr im Trend. Hinter dem Trend "Schöner Luxus" steckt generell die Lust ein bisschen Luxus in den Alltag zu integrieren. Die Sachen sind oft gemütlich, aber man sieht damit eben auch fesch aus. Vor allem die Stoffe sind wahnsinnig hochwertig. Da wird viel mit Kaschmir gemacht.

Findest du es schwierig sich mit ansteigendem Alter noch modisch zu kleiden?

Wenn man sich zum Beispiel die ältere Zielgruppe in Italien anschaut, dann ist das eine andere als bei uns. Ich war gerade in Mailand und habe da viele ältere Damen gesehen, die sehr gut aussahen. Es gibt auch ein tolles Angebot von schöner Mode. Ich denke dabei an Max Mara, Marc Cain etc. Das sind Sachen, die sehr up to date und trotzdem tragbar sind und dazu noch gut aussehen. Es gibt viel, aber ob es dann getragen wird, ist die zweite Frage.

Inwiefern besteht denn ein Unterschied zwischen Italien und Deutschland auf die Mode bezogen?

Ich glaube, die Italiener sind einfach mutiger. Der Deutsche an sich ist in der Mode sowieso kein einfacher Kunde. Wenn man mit Showrooms oder Herstellern redet, kommt raus, dass es in Deutschland super schwierig ist, neue Trends zu etablieren. Ausgefallene Sachen sind ganz schwierig. Je älter die Zielgruppe, desto schwieriger wird es, weil die Leute ungerne auffallen möchten. In Italien ist denen das egal, oder sie fallen gar nicht auf, weil viele so rumlaufen.

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