Der Sonne hinterher Sommer verlängern im Süden Spaniens

Wer dem deutschen Winter für eine Zeit entkommen möchte, der findet Zuflucht in Andalusien. Die Region ist besonders sonnenreich. Während einer Rundreise können Sie ausreichend Sonnenlicht tanken.

Starte Deine Reise zum Beispiel in Sevilla, der viertgrößten Stadt des Landes, die über einen internationalen Flughafen verfügt und ein Highlight jeder Andalusien-Reise darstellt. Seit 2011 wird ihr Zentrum vom modernen Parasol verziert. Entworfen wurde das Sonnendach von einem Berliner Architekten. Der Rest der Stadt ist hingegen eher historisch geprägt. Der Stadtpalast Alcazár verfügt über eine wunderschöne Gartenanlage. Die Kathedrale von Sevilla mit dem dazugehörigen Glockenturm Giralda gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Auf dem Platz davor laden zahlreiche Kutscher zu einer Stadtrundfahrt ein. Die Plaza de España im María-Luis-Park wurde 1929 im Rahmen der Iberoamerikanischen Ausstellung vom Architekten Aníbal González entworfen. Der „Goldturm“,Torre de Oro, der sich am Fluss Guadalquivir befindet, war einst ein Wachturm und ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt.

Von Sevilla aus lohnt ein Ausflug nach Ronda. Die Kleinstadt mit ihren weißen Häusern ist bekannt dafür, dass sie sich auf einem 780 Meter hohen Felsplateau befindet und durch eine tiefe Schlucht geteilt ist. In der Altstadt Rondas befindet sich die älteste Stierkampfarena Spaniens, die rund 6.000 Zuschauern Platz bietet. Deren Architekt erbaute ebenfalls die prächtige Neue Brücke (Puente Nuevo), die über die Schlucht El Tajo führt und das Wahrzeichen der Stadt ist. Ein heiliges Monument der Stadt stellt die Kirche Santa María la Mayor dar. Sie vereint verschiedene architektonische Stile. Spätgotische Elemente treffen auf barocke und maurische sowie auf den Stil der Renaissance.

Die 3.000 Jahre alte Provinzhauptstadt Cádiz liegt direkt am Meer und ist ebenfalls gut von Sevilla aus zu erreichen. Neben ihrem Sandstrand ist die Altstadt mit ihrer Kathedrale sehenswert. Auf der Torre Tavira, einer Festung aus dem 18. Jahrhundert, kann man den Ausblick über die Dächer der Stadt genießen. Wer im Februar dort ist, hat zudem die Chance, den 11-tägigen Karneval mitzuerleben.

Nahe Cádiz befindet sich Jerez de la Frontera, international bekannt für Sherry, Flamenco sowie die andalusische Hofreitschule. Hier können Besucher in zahlreichen Bodegas verschiedene Sherry-Sorten kosten. Tierfreunde können auf dem Gestüt Yeguada de la Cartuja die edlen freilaufenden Karthäuser-Pferde bzw. Andalusier anschauen. Die edlen Pferde gibt es ebenfalls in der königlichen Reitschule in Dressur-Shows oder in den Stallungen zu sehen.

Wer mehr Zeit mitbringt, sollte einen Ausflug (mit dem Zug möglich) in die nahe Sevilla gelegene Provinzstadt Huelva machen. Kolumbus ist hier allgegenwärtig, denn von Huelva aus brach er über den Atlantischen Ozean in die Neue Welt auf. In den Atlantischen Ozean münden auch Huelvas Flüsse, Río Odiel und Río Tinto. An ihrer Mündung befindet sich das wohl größte Denkmal Kolumbus‘, das 37 Meter hohe Monumento a la Fe Descubridora. Im Hafen der Stadt kann man gemütlich etwas trinken und die schöne Aussicht auf das türkis-blaue Wasser des Río Tinto genießen. Hier befindet sich auch der begehbare ehemalige Verladekai Muelle Tinto, der zu einem Spaziergang übers Wasser einlädt. 

Von Sevilla aus kann man nach Córdoba weiterreisen (z.B. mit dem Alsa-Bus). Die gut erhaltene Stadt war Hauptstadt des ehemaligen Kalifats al-Andalus und vereint heute Moderne und Historie verschiedener Kulturen – von den alten Römern, über die Mauren bis hin zum Judentum. Hauptattraktion Córdobas ist die Mezquita, eine ehemalige Moschee, in die nach der christlichen Rückeroberung eine Kathedrale hineingebaut wurde. Angrenzend befindet sich das maurisch-jüdische Viertel Judería. Der Königspalast Alcazár de los Reyes Cristianos ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Hier besprach Christoph Kolumbus mit dem damaligen Königspaar Isabella und Ferdinand seine Eroberungsreise.

Rund 2 Stunden von Córdoba entfernt liegt Granada, das Zentrum maurischer Kultur in Spanien. Die bekannteste Sehenswürdigkeit Granadas ist die Alhambra, die maurische Festungsanlage mit ihren dazugehörigen Gärten (Generalife). Ein Besuch dauert einige Stunden, und Tickets sollten aufgrund des großen Andrangs unbedingt im Vornherein gebucht werden. Aber auch schon der äußere Anblick lohnt sich: Der Mirador de San Nicolás ist eine Aussichtsplattform, die sich im ältesten Stadtteil Albaicín befindet. Von hier aus kann man das Panorama der Alhambra und der meist schneebedeckten Berge der Sierra Nevada im Hintergrund genießen.

Die Städte Úbeda und Baeza liegen nur unweit von Granada in der Provinz Jaén. Beide Städte gehören seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind von hoher kulturhistorischer Bedeutung. Die Renaissance erlebte hier im 16. und 17. Jahrhundert ihre Hochphase, deren faszinierende Bauten bis heute erhalten sind. Bei der Fahrt von Úbeda nach Baeza (rund 10 km) genießt Du einen Ausblick auf die umliegenden Olivenhaine, denn die Provinz Jaén weist weltweit die höchste Konzentration an Oliven und Ölproduktion vor.

In 1,5 Stunden kann man von Granada aus nach Málaga an der Costa del Sol fahren. Die am Meer gelegene Stadt ist bei Touristen sehr beliebt und wird von mehreren Airlines (z. B. RyanAir, Eurowings oder Iberia) angeflogen, sodass man von hier aus nach Deutschland zurückfliegen kann. Neben dem Aufenthalt am 1,2 km langen Sandstrand La Malagueta lohnt ein Abstecher in Pablo Picassos Geburtshaus, in dem der Maler 1881 das Licht der Welt erblickte, sowie in das nicht weit entfernte Picasso-Museum. Auch die Alcazaba, eine alte phönizische Festung, ist eine der Hauptattraktionen im Stadtzentrum. Der Aufstieg mag etwas mühsam sein, man wird aber durch den wunderbaren Ausblick über die Stadt belohnt. Auch eine historische Stierkampfarena, die Plaza de Toros, und ein dazugehörendes Stierkampf-Museum findet man zentral gelegen.

>

Was denkst Du über das Thema?

Das Kommentieren eines Artikels wird mit 3 Glückspunkten belohnt

Kommentare

    Sei der erste, der hier kommentiert.

Das könnte Dich auch interessieren:

30.05.2015
von Heike Schrada

Urgestein der Filmbranche

Clint Eastwood begann in den 1960er Jahren als Western- und Actionheld. Mittlerweile ist der seit heute 85-Jährige vor allem für seine Arbeiten als Filmregisseur und Produzent bekannt. Aber auch vor der Kamera gibt er manchmal noch sein Bestes.

Mehr Details »

Newsletter

Wir geben Deine Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter.

Abmelden jederzeit möglich. Wie melde ich mich ab?

  • Vorteil 1
    Durch Deine Anmeldung erhältst Du 20 Glückspunkte!
  • Vorteil 2
    Wir informieren Dich über Gewinnspiele und interessante Artikel.
  • Vorteil 3
    Du erfährst alles über die Neuigkeiten in unserer Prämienwelt.