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Diabetes Ade! - Autor Markus Berndt im Interview (Teil 2) Diabetes besiegt - ohne Medikamente

Im ersten Teil sprachen wir mit Markus Berndt über die Schock-Diagnose Diabetes II und seine ersten Reaktionen und wie er sein Leben verändert hat. Heute sprechen wir über Sport-Übungen für Diabetes-Kranke, seinen privaten Blog und seine persönliche Zukunftsplanung.

Schöne Jahre: Im ersten Teil erzählten Sie, dass sportliche Aktivitäten bei Diabetes-Erkrankungen sehr wichtig sind. Was wäre vielleicht eine gute Einstiegsübung für die nicht ganz so sportlichen Diabetes-Kranken?

Markus Berndt: In meinem Buch benenne ich ein eigenes Kapitel "Sitzen, Stehen, Gehen" und nehme darin unter anderem Bezug darauf, dass bereits jede Form von Bewegung einen positiven Effekt auf den Blutzucker haben kann. Man muss also keinesfalls zum Leistungssportler mutieren, nur stundenlanges, ununterbrochenes Sitzen sollte man unbedingt vermeiden. Schon langsames Walken oder auch Wandern trägt zum Erfolg bei, wer sich dazu in der Lage fühlt, sollte auch ab und zu mal joggen, Radfahren (sehr positive Blutzuckereffekte!), oder schwimmen. Wenn Sie mich konkret auf eine „Einstiegsübung“ ansprechen, so würde ich vielleicht zu Beginn einige Mobilitätsübungen empfehlen. Das sind Bewegungsabläufe, die in Bezug zu alltäglichen Bewegungen, wie zum Beispiel Stiegen steigen oder Mineralwasserkisten heben stehen. Oder einfach nur auf einen Hocker abwechselnd sitzen und davon wieder aufstehen. Auch mit einem Besen oder einem Wasserkübel kann man herrliche Übungen – zum Beispiel zur Stärkung der Wadenmuskulatur - machen, Sie würden staunen. Besonders empfehlenswert sind generell Übungen, die die Oberschenkelmuskulatur stärken, wie zum Beispiel einfache Kniebeugen. Wichtig ist in jedem Fall die korrekte Ausführung der Übungen, im Zweifelsfall sollte man einen ausgebildeten Trainer hinzuziehen.

Schöne Jahre: Ein Arzt hat im gleichen Video (siehe Teil 1) geschätzt, dass circa 85 Prozent der Diabetiker ohne Medikamente, dafür aber mit einem veränderten Lebensstil, die Krankheit besiegen könnten. Sie haben es geschafft. Wann war Ihnen klar, dass Sie ihr Wissen im Buch "Diabetes Ade – Das Ende der Zuckerkrankheit" mit anderen teilen wollen?

Markus Berndt: Ich war von Beginn an sehr euphorisch und idealistisch und wollte Menschen vor allem eines mitteilen: "Ihr könnt es auch schaffen, es ist ganz einfach und schenkt so viel Lebensqualität." Immer wieder musste ich auf meiner "Reise" jedoch erfahren, dass weder Ärzte noch staatliche Versicherungen (mit einer einzigen Ausnahme) besonders starkes Interesse an meiner Geschichte hatten, ganz im Gegenteil. Fast schien es mir, als dass man eher beunruhigt wäre, wenn bekannt werden würde, dass sich so viele Menschen selbst "gesund therapieren" könnten. Was war der primäre Grund, dieses Buch zu schreiben? MENSCHEN ZU HELFEN! Und Ihnen viel Leid zu ersparen.

Schöne Jahre: Wenn man an Diabetes erkrankt ist und sich Ihr Buch anschafft, was kann man erwarten? Auf welche Themen wird eingegangen?

Markus Berndt: Meiner Meinung nach habe ich kein essentielles Thema ausgelassen. Das Buch beschreibt im ersten Teil die IST-Situation und erklärt auf anschauliche Art und Weise, was Diabetes Typ II überhaupt ist, wie es entsteht und auch, warum man es leicht wieder loswerden kann. Ich gehe darin auf die Voraussetzung ein, die gegeben sein muss, wenn man Diabetes Typ II erfolgreich besiegen möchte. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird und die Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin produziert, dann kann man sich mithilfe der Tipps in diesem Buch mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Diabetesfalle befreien. Das Buch ist wie ein Werkzeug, das einem behilflich dabei ist, sich wieder zu "reparieren". Der Hauptteil des Buches widmet sich der Ernährung, weil es schlicht und ergreifend das Wichtigste ist. Du bist was Du isst, das gilt vor allem auch bei Diabetes Typ II. Aber auch die Bereiche Sport und Psyche kommen in Diabetes Ade nicht zu kurz!

Schöne Jahre: Was würden Sie einem frustrierten Menschen generell raten, der an Diabetes erkrankt ist?

Markus Berndt: Es ist ganz simpel. Machen Sie es wie die 3 Äffchen: Nichts hören, nichts sprechen, nichts sehen. Was ich damit meine? Es kommen einem, vor allem zu Beginn der Krankheit“ so viele "Einflüsterer" und Besserwisser in die Quere. Sogenannte Spezialisten versuchen einem einzureden, dass Diabetes Typ II unheilbar sei und das Fortschreiten der Krankheit nicht aufzuhalten ist. Bla, bla, bla – alles Blödsinn! Gehen Sie Ihren Weg, bilden Sie sich selbst ein Urteil und übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Tun. Ganz besonders in Bezug auf Ihre Gesundheit und den Umgang mit Diabetes Typ II. Solange Sie noch nicht kranktherapiert wurden und Ihre Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin produziert, solange haben Sie eine sehr gute Chance, Ihren Diabetes wieder loszuwerden – und basta! Alles andere ist Papperlapapp!

Schöne Jahre: Neben Ihrem Buch betreiben Sie auch einen Blog und berichten über verschiedene Themen, die sich natürlich auch mit Ihrem Diabetes beschäftigen. Was können die Leserinnen und Leser von Ihrem Blog erwarten?

Markus Berndt: Der Blog war die Basis zu meinem Buch. Zuerst nur als persönliches Tagebuch angedacht, habe ich darin meine Erfahrungen notiert und von meinen diversen Recherchen und Selbstexperimenten berichtet. Ich muss ganz offen sagen, dass mir langsam die Themen ausgehen, denn Diabetes Typ II ist für mich längst kein Mysterium mehr. Alles, was es dazu zu sagen gibt, habe ich gesagt, oder besser ausgedrückt, geschrieben. Zukünftige Blog-Artikel werden sich daher nur noch jenen Themen widmen, die zu einer noch besseren Zuckereinstellung führen könnten. Natürlich werde ich auch von eventuellen Neuexperimenten erzählen, die ich vielleicht noch durchführen werde. Sollten wider Erwarten revolutionäre neue Ansätze in der Diabetestherapie auf meinem "Radar" erscheinen, werde ich selbstverständlich auch darüber schreiben.

Schöne Jahre: Die letzte Frage ist wieder eine persönliche. Wie sehen Sie Ihre Zukunft? Was sind Ihre persönlichen und beruflichen Pläne? Denken Sie an ein weiteres Buch über Diabetes?

Markus Berndt: Meine Zukunft, sofern sie mit Diabetes korreliert, beinhaltet auf jeden Fall noch ein Kochbuch, auf das die Leser meines Diabetes Ade-Buches schon sehnsüchtig warten. Zudem bin ich in Kooperation mit zwei Ärzten und einer Diabetes-Beraterin gerade dabei, ein "Diabetes Selbsttherapie Kompetenz-Center" zu errichten, mit dem ich 2016 starten möchte. Dort wird ausschließlich nach dem Diabetes Ade System gecoacht und interessierten Patienten ein Weg zur selbstbestimmten Diabetes-Therapie aufgezeigt. Dieses System ist als Partnersystem aufgebaut und wird in Folge quer durch Österreich - und hoffentlich auch bald in Deutschland - Menschen zur Verfügung stehen, die Diabetes Typ II nicht als Last, sondern vielmehr als Chance für ein bedeutend besseres Leben empfinden. Mir persönlich hat die Zuckerkrankheit zuerst meine Grenzen aufgezeigt und mir danach Tore geöffnet, die ich sonst niemals im Leben durchschritten hätte. Heute fühle ich mich bedeutend gesünder, leistungsfähiger und auch jünger als je zuvor. Und laut meinen Laborwerten bin ich das auch!

Schöne Jahre: Sehr geehrter Herr Berndt, wir danken Ihnen für das sehr interessante und aufschlussreiche Interview. Wir wünschen Ihnen mit dem Buch viel Erfolg und persönlich alles Gute!

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