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Diagnose Typ-2-Diabetes Und was nun?

Plötzlich ist nichts mehr so, wie es gestern noch war. Muss jetzt sofort Insulin gespritzt werden? Hat man jetzt ständig Durst oder nimmt unweigerlich an Gewicht zu? Was darf jetzt überhaupt noch auf den Tisch und wie sieht es aus mit Zucker, Alkohol und Sport? Die Stoffwechselerkrankung wirbelt zwar einiges an Wind auf, aber gewusst wie lässt sich damit gut leben.

Oft wird er zufällig, bei einem Routinecheck, einer Diabetes-Aktion in der Apotheke, auf einer Gesundheitsmesse oder beim Hausarzt ent­deckt. Jeden Tag heißt es dann für etwa 700 Men­schen in Deutschland: „Sie haben Typ-2-Diabetes.“ Was viele nicht wissen: Bevor die Stoffwechselerkrankung nun end­lich diagnostiziert ist, schlummerte sie im Schnitt oft schon fünf bis sieben Jahre im Verborgenen. So aufwühlend die Diagnose zunächst auch sein mag – jetzt ist endlich die Ursache für zahlreiche Beschwerden gefunden, unter denen viele Betroffene in dieser Zeit leiden.

Anzeichen eines Diabetes

Viele Dinge werden nicht zwangsläufig mit Diabetes in Verbindung gebracht, können aber eindeutige Hinweise sein. Ständiger Harndrang, gepaart mit unerträglichem Durst – und das den ganzen Tag lang. Ebenso extrem trockene, zu Irritationen nei­gende Haut. Ferner immer wiederkehrende Pilzin­fektionen, oft im Genitalbereich und an den Füßen, schlecht heilende Wunden und Blasenentzündun­gen. Typisch bei Typ-2-Diabetes ist keine Gewichts­abnahme, das passiert eher beim Typ-1-Diabetes. Viel mehr können ständige Müdigkeit, Antriebs­losigkeit, Schwäche und immer wiederkehrende Infektionen und Erkältungen ihren Grund in dauer­haft schlechten Blutzuckerwerten haben. Hast Du seit einiger Zeit eine oder sogar mehrere der hier genannten Beschwerden, solltest Du unbedingt mit Deinem Arzt darüber sprechen und den Blutzucker überprüfen lassen. Etwa 90 Prozent der Menschen mit Diabetes haben einen vom Typ 2. Er wird auch gerne Lifestyle-Diabetes genannt, denn hier besteht durch Änderung des Lebensstils die Möglichkeit, Blutzuckerwerte aktiv zu beeinflussen. In den meisten Fällen lässt er sich so gut behandeln, dass es nicht nötig wird, Insulin zu sprit­zen. Vorausgesetzt es wird einiges dafür getan. Denn das häufigste Übel bei der Entstehung dieser chroni­schen Stoffwechselkrankheit ist Übergewicht. Oft auch in Kombination mit Bluthoch­druck, verstärktem Körperfett im Bauchbereich und erhöhten Blutfettwerten. Dabei spricht man vom metabolischen Syndrom oder auch Syndrom X.

Du hast ein Recht auf Schulung

Sicher braucht es seine Zeit, bis Du dich mit dem Thema näher und intensiver beschäftigt hast. Sprich Deinen Hausarzt an und frage nach einer Diabetes-Schulung. Er kann Dich dazu entweder in eine Schwerpunktpraxis überweisen oder bietet solche Schulungen in seiner Praxis an. Hier wirst Du mit sämtlichen Dingen rund um die Zuckerkrankheit vertraut gemacht. Von den Ursachen, über medizinisch notwendige Untersu­chungen bis hin zu den wichtigen Themen Essen, Trinken und Bewegen (Lifestyle). Gibt es die Mög­lichkeit, an einem Kochkurs teilzunehmen? Dann ergreife diese. Auch wenn die Küche norma­lerweise nicht Dein Revier ist. Hier lernst Du, wie leckeres Essen gesund zubereitet wird, und Du bekommst neue Ideen, die Dir helfen, frischen Wind ins Essverhalten zu bringen.

Essen mit Genuss und Köpfchen

Noch vor wenigen Jahren wurde vielen Erkrankten eine strenge Diät empfohlen. Dank einer Fülle nati­onaler und internationaler Studien muss das nicht mehr sein. So ist es heute möglich, auch kleine Mengen Zucker, am besten in verpackter Form wie in Kuchen, Eis oder anderen Süßigkeiten, zu essen. Getränke mit Zucker sind dagegen wenig sinnvoll. Bei der Zuckermenge gilt die Empfehlung, dass nicht mehr als 50, besser noch 25 Gramm Zucker täglich gegessen werden können. Und diese Menge ist schnell erreicht. Insbesondere dann, wenn viel außer Haus gegessen wird und oft Fertiggerichte auf den Tisch kommen. Selbst zu kochen lohnt sich bei Diabetes gleich doppelt: Du weißt genau, was im Essen steckt, kannst Mengen und Zutaten genau festlegen und tust damit Gewicht und Blut­zuckerwerten wirklich etwas Gutes. Denn für die meisten Typ-2-Diabetiker ist gesundes Abnehmen eine der wichtigsten Therapiesäulen, um auf Dauer den Diabetes im Griff zu behalten. Bewährt hat sich bei Typ-2-Diabetes beispielsweise eine mediterrane Kost. Und die können sämtliche Familienmitglieder auch essen, ganz gleich ob mit oder ohne Diabetes.

Wenn der kleine Hunger kommt

Damit Du auf Dauer Spaß und Freude an Deinem neuen Essen hast, sollten individuelle Wünsche mit dazugehören. WennDu zum Beispiel gerne am Sonntag ein Stück Kuchen isst, geht das auch trotz Diabetes. Es kommt einfach darauf an, welchen Du auswählst, besser noch: Du backst selbst. Das klingt nach einer Menge Arbeit und Disziplin. Und in der Tat sind Veränderungen der lieb gewonne­nen Gewohnheiten zunächst mühselig. Doch mit Geduld und dem nötigen Quäntchen Durchhalte­vermögen schaffst Du es und auf einmal fühlst Du dich besser und fitter als in den Jahren zuvor. Gau­men, Figur und Blutzuckerwerte freuen sich, wenn es statt täglich rotem Fleisch besser Geflügel wie Hähnchen oder Pute und mindestens zweimal pro Woche gedünsteten oder gegrillten Fisch gibt. Der Löwenanteil auf dem Teller ist reserviert für Ge­müse und Salat. Bei Nudeln und Reis empfiehlt sich zum Abnehmen eine Portionsmenge von 75 Gramm trocken oder 150 Gramm gekocht. Alternativ drei mittelgroße, gekochte Kartoffeln. Doch wie sieht es ab und zu mit einem Glas Wein oder Bier aus?

Alkohol - ja oder nein?

Er ist ein Dickmacher und macht gleichzeitig auch noch Appetit auf Knabbereien. Versuch, Alkohol als etwas ganz Besonderes anzusehen, das es selten gibt. Zum Beispiel ein Glas trockener Wein oder Bier am Wochenende oder bei einer Einla­dung. Hinzu kommt noch, dass Alkohol die Fett­verbrennung behindert und so Abnehmen unnötig schwerer wird. Weit verbreitet ist allerdings die Meinung, dass Rotwein besonders gut für Herz und die Blutfette sei. Doch wenn Du ballaststoffreich isst und dich regelmäßig bewegst, tust Du weit mehr für Ihr Herz und gute Blutfettwerte als mit Rotwein.

Und wenn der Magen knurrt?

Trink erst einmal ein Glas Sprudel und warte einen Moment ab. Kleine Snacks wie Kirschtomaten, Karotten und Gurkenstreifen, etwas Beerenobst oder ein fettarmer Naturjoghurt mit etwas gemahlener Vanille oder Zimtpulver sättigen. Auch in Bewegung zu bleiben hilft über so manches Hungerloch hinweg. Geh nicht zu hart mit Dir ins Gericht. Es wird immer wieder Tage mit schlechten Blutzucker- und Blutdruckwerten, zu wenig Bewegung oder zu viel Naschen geben. Dann heißt es „Schwamm drüber!“ und am nächsten Tag wieder weitermachen und den Kopf nicht in den Sand stecken.

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