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Entspannung aus 1001 Nacht Die Wellnessangebote des Hamam

Exotische Düfte liegen in der Luft, während weicher, warmer Schaum sich wie eine Decke auf die Haut senkt. So fühlt sich Entspannung aus dem Orient an. Wer die Kunst des Hamam einmal erlebt hat, wird sich nur schwer wieder davon lösen können.

Die Luft ist schwer vom Dampf, der in dicken Wolken durch den kleinen, gefliesten Raum wabert. Der Hamam, ein orientalisches Dampfbad, ist angenehm dunkel. Wasser rauscht aus goldverzierten Hähnen in tiefe Becken, deren Ränder mit Mosaiken besetzt sind. Geübte Hände schöpfen es in Messingschalen ab und lassen es langsam und weich über den Körper fließen, jede Bewegung wird zelebriert. Hamam – das bedeutet Wärme, und es ist eine besondere Wärme, die Dampf und Wasser auf der Haut hinterlassen.

Sprung in die Moderne
Die Wurzeln des Hamam reichen weit zurück. Vor etwa 800 Jahren entstand tief im Osmanischen Reich diese orientalische Badekultur. Im heutigen Mittelanatolien und in Istanbul wurden die Bäder, wie auch in anderen antiken Hochkulturen, zum Schauplatz des öffentlichen Lebens. Im Mittelpunkt stand – neben dem Austausch des neuesten Klatschs – die Reinigung, die nach speziellen Regeln erfolgte. Oft waren die Badehäuser auch der einzige Ort, wo Menschen sich wirklich waschen konnten. Denn fließendes Wasser gab es noch nicht und Waschmöglichkeiten im Haus waren eher die Ausnahme. Während das Osmanische Reich unterging, haben die Hamams den Sprung in die Moderne geschafft und sind mittlerweile auch in Deutschland ein fester Bestandteil der bunten Palette an Wellness-Angeboten.

Die Pflege der alten Rituale wird in modernen Hamams großgeschrieben, denn die alte Tradition hat sich bewährt. Und so ist jeder Aufenthalt eine Entführung in eine andere Welt. Der größte Unterschied zu vielen anderen Wellness-Angeboten wie zum Beispiel der klassischen Sauna ist die Reinigung. Die liegt ganz in der Verantwortung der Waschmeisterin, der „Natir“, oder des Waschmeisters, des sogenannten „Tellak“. Mit einem großen Peelinghandschuh, dem „Kese“, wird der ganze Körper geschrubbt. Zentimeter für Zentimeter der gestressten Haut wird gepeelt, jede Pore gereinigt. Der Dampf legt sich schützend um die gereinigte Haut. Das warme Wasser tut ein Übriges.

Schäumtechnik erfordert Geschick
Tellak bedeutet nicht nur Bademeister, sondern auch Masseur. Die orientalischen Wellness-Künstler sind speziell ausgebildet für die verschiedenen Schritte der orientalischen Waschrituale. Während die Peelingmassage die Durchblutung fördern und den Körper aktivieren soll, ist die darauf folgende Schaummassage von langsamen, fließenden Bewegungen geprägt, die die Muskeln dehnen und entspannen und zugleich die gepeelte Haut gründlich reinigen. Auch die Schäumtechnik selbst erfordert Geschick: Ein Stoffbeutel, der etwa aussieht wie ein Kissenbezug, wird in Seifenlauge getaucht und geschwenkt, bis sich der Schaum darin aufplustert. In großen Bergen türmt der Tellak den Schaum auf dem Körper auf, bis dieser komplett von weichen Wolken umhüllt ist.

Der Schaum bildet den Abschluss der klassischen Hamam-Zeremonie. Mit viel Wasser werden die Berge weggespült. Was bleibt, ist das Gefühl weicher Haut und leichter Schläfrigkeit. Viele Hamams ergänzen das klassische Waschritual um weitere Wellness-Angebote wie Ölmassagen, Masken oder Schlammbäder. Hier endet die Kunst von Tellak und Natir, die alten Traditionen werden weiterentwickelt. Doch der Hauch des Orients bleibt und zumindest für die Dauer einer Hamam-Zeremonie wird der Glanz des Osmanischen Reichs wieder lebendig.

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