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Neu im Kino: Der Richter – Recht oder Ehre Gute Schauspieler in einer guten Geschichte

Ein Großstadtanwalt auf dem Land. Ein erfolgreicher Junge kehrt zurück in sein Heimatdorf. Ein Vater und ein Sohn, die sich voneinander entfremdet haben, treffen wieder aufeinander. Und über alldem schwebt ein Gerichtsfall, in den eine der Personen verwickelt ist … mindestens! Das sind die Zutaten, aus denen „Der Richter – Recht oder Ehre“ besteht – und es entsteht dabei ein hervorragender Film.

Die Anklage
Ein halbseidener Anwalt, der viel Geld damit verdient, Schuldige vor dem Gefängnis zu bewahren, muss zurück in sein Heimatdorf, weil seine Mutter verstorben ist. Sein Vater ist in diesem Dorf der Richter – und natürlich ist das Verhältnis zwischen dem ehrenvollen Richter und dem schmierigen Anwalt, zwischen Vater und Sohn, nicht gerade das beste. Dann jedoch gerät der Richter in Verdacht, ein Verbrechen begangen zu haben … und die Geschichte beginnt.

Die Verteidigung
Oft wird versucht, verschiedene Genres miteinander zu vermengen – und oft ist das Endergebnis höchst unbefriedigend, weil man sich denkt, die Filmemacher hätten entweder die eine oder die andere Richtung einschlagen und diese konsequent verfolgen sollen, anstatt ein ungares Produkt abzuliefern, das nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Oder, um bei der Küchenanalogie zu bleiben, nicht Fisch und nicht Fleisch. „Der Richter – Recht oder Ehre“ vermengt nun gleich drei unterschiedliche Richtungen miteinander: den Gerichtskrimi, das Familiendrama und die Heimkehrerkomödie. Im Gegensatz zu vielen anderen, ist er jedoch damit absolut erfolgreich! Der Grund: Alles ist miteinander verbunden, alles ist verknüpft, greift ineinander und wirkt sich sogar auf das andere aus. So entsteht nicht irgendein Eintopf, bei dem man das Gefühl hat, die Zutaten würden nicht zueinander passen und wurden nur benutzt, weil man sie noch im Haus hatte. Stattdessen verbinden sich diese zu einem köstlichen Ganzen, bei dem man die einzelnen Bestandteile zwar herausschmeckt, sie einander aber in ihrem Geschmack verstärken, anstatt sich gegenseitig aufzuheben. Natürlich gibt es dabei auch Dinge, die besser munden als andere. Die Heimkehrerkomödie ist ganz nett, die Familientragödie zieht sich bisweilen vielleicht ein wenig, aber die Gerichtsszenen sind die absoluten Höhepunkte. Doch die Abrundung des Ganzen ist, dass man am Ende merkt, dass wirklich alle Zutaten notwendig sind und einen Sinn ergeben – bei welchem anderen Film hat man das schon?

Die Angeklagten
Ein gutes Buch verdient es, dass man es mit guten Schauspielern umsetzt. Das ist hier gelungen. Robert Downey jr. darf einmal mehr den coolen, cleveren Typen spielen, mit dem er sein Comeback gefeiert hat. Wir erinnern uns: Er fing als vielseitiger und viel versprechender Schauspieler an, doch wie so viele hat ihn Hollywood mit seinen Verlockungen ein wenig aus der Bahn geworfen. Zurück kam er als Superheld, „Iron Man“, ein Film, in dem selbst der Superheld, den er spielt, von seiner schauspielerischen Präsenz überstrahlt wird. Ein großer Schauspieler war zurück und hat allen gezeigt, was er kann. Hoffen wir, dass er nicht den gleichen Weg einschlägt wie Johnny Depp, der Vergleichbares mit „Fluch der Karibik“ schaffte, aber seitdem die Rollen irgendwie immer sehr ähnlich – und damit langweilig – anlegt. In diesem Film zeigt Downey, dass er der Draufgänger ist – aber die Zwischentöne noch nicht verlernt hat.
Sein Vater wird dargestellt von Alt- und Großmeister Robert Duvall. Er dürfte eine der letzten alten Hollywoodgrößen sein und spielte im Laufe seiner Karriere an der Seite von Stars wie John Wayne („Der Marschall“), Frank Sinatra („Der Detektiv“) und Marlon Brando („Der Pate“), um nur einige zu nennen. Einen seiner unvergesslichsten Auftritte dürfte er aber in Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ gehabt haben, in dem er als Colonel Kilgore den Satz sprach, den wohl die meisten mit diesem Film verbinden: „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.“ Duvall war und ist immer Charakterschauspieler geblieben und so war er die perfekte Besetzung für den ehrenwerten Richter, den man nun eines Verbrechens verdächtigt.
Als Dritter im Bunde sei noch Billy Bob Thornton erwähnt. Er war mal der Ehegatte von Angelina Jolie… doch das ist lange her. Heute ist er einer von denen, die sich perfekt in diese Riege großartiger Darsteller einreihen, denn er ist Downeys Gegenspieler im Gerichtssaal – und da weiß man, dass es spannend wird, weil man gleichwertige Gegner erleben wird.

Das Urteil
Ein sehr guter Film, der es schafft, verschiedene Genres perfekt miteinander zu vermischen. Großartiges Starkino mit Robert Downey jr. und Robert Duvall. Vielseitig, vielschichtig – viel Vergnügen!

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