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Neu im Kino: Die Entdeckung der Unendlichkeit Ein Porträt des Physikers Stephen Hawking

Wie war Hawking, bevor er zum bekanntesten Wissenschaftler seiner Zeit wurde - und bevor die Krankheit ihn an den Rollstuhl fesselte? Dieser Spielfilm gibt Einblicke in die frühen Jahre des Physikers und zeigt uns seine Arbeit, aber auch sein Privatleben.

Bevor er legendär wurde, war er ein einfacher Student. Hier beginnt im Film die Geschichte von Stephen Hawking. Schon an der Universität zeigt er erste Anzeichen von Genialität - und dass man von ihm noch viel erwarten kann. Was man jedoch nicht erwartet ist, dass ihm das Schicksal riesige Steine in den Weg legt: in Form einer Krankheit, die ihn nicht nur an den Rollstuhl fesselt, sondern auch später seine Stimme, Mimik und Gestik kosten wird. Aber bevor das unangenehme Schicksal seinen Lauf nimmt, tritt das angenehme auf den Plan: Hawking lernt eine junge Frau kennen und lieben…

Einblicke in die Vergangenheit
Viele haben bei Stephen Hawking nur das Bild vor Augen, wie man ihn heute kennt: als Mann, der in einem Rollstuhl sitzt und mithilfe eines Sprachcomputers sprechen kann. Das war nicht immer so. Der Film gibt uns die Möglichkeit zu erleben, wie der Wissenschaftler war, bevor die Krankheit seinen Körper übermannte - seinen Körper, jedoch nie seinen Geist. Die ebenfalls dieses Jahr erschienene Dokumentation „Hawking“ zeigt ihn als einen Mann, der sich von seinem Körper nie hat unterjochen lassen, dessen Verstand niemals aufgegeben hat, auch wenn es sein Körper tat. Man prophezeite ihm, dass er nur noch zwei Jahre zu leben habe - aber er hat die Ärzte eines Besseren belehrt. Irgendwie passend erscheint es da, dass sein Fachgebiet die Unendlichkeit war, während er doch tagtäglich mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert war - und noch immer ist.

Der Film basiert auf dem Buch von Hawkings Ex-Frau Jane Hawking und beleuchtet nicht nur seine Beziehung zur Wissenschaft, sondern auch seine Beziehung zu Frauen. Dass er sich auch durch einen Rollstuhl nicht vom Flirten abhalten lässt, ist dabei nur ein kleines Detail. Man erlebt den Popstar unter den Wissenschaftlern nicht nur methodisch, sondern auch sehr menschlich.

Gut gespielt
Dass man bei der Geschichte nicht nur berührt ist, sondern auch beinahe das Gefühl hat, man sehe eine Dokumentation, liegt an den ausgezeichneten Schauspielern, allen voran Eddie Redmayne. Den sah man zuletzt in der Filmversion von „Les Misérables“. Hier nun gibt er Stephen Hawking, aber man hat nicht den Eindruck, dass er ihn spielt, sondern dass die Person auf der Leinwand Stephen Hawking ist - eine beeindruckende Leistung, die dem Film und der Handlung eine besondere Stärke verleiht. Es wäre eine Schande, wenn er dafür nicht wenigstens für den Oscar nominiert werden würde!

„Fazitivitäts“ -Theorie
Der Film bringt uns das Leben und Lieben des wohl berühmtesten Wissenschaftlers unserer Zeit näher- anrührend, zu Herzen gehend, aber nicht belehrend. Sehenswert, besonders dank der hervorragenden Leistung des Hauptdarstellers.

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