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Ratgeber Zahngesundheit Fit dank gesunder Zähne

Herz-Kreislauf-Probleme, Rheuma oder Rückenschmerzen – all das bringen die wenigsten mit den Zähnen in Verbindung. Und doch können Probleme im Kiefer- und Zahnbereich unseren gesamten Organismus belasten. Umso wichtiger ist eine regelmäßige und ordentliche Mundhygiene.

Hinter Zahnschmerzen können verschiedenste Ursachen stecken. Die häufigste ist wohl die Karies. Bei Karies lassen sich Bakterien auf der Zahnoberfläche nieder und wandeln Bestandteile aus dem Essen in Säure um, die dann den Zahnschmelz angreift. Karies verursacht häufig auch Zahnfleischentzündungen. Ist sie bereits fortgeschritten, können sich Zahnmark und Zahnwurzel entzünden, der Zahnnerv kann absterben. Ein durch Karies zerstörter Zahn sondert Giftstoffe in den Kreislauf ab, das Immunsystem muss immerzu dagegen arbeiten. Dies schwächt den Körper auf Dauer.

Eine weitere bekannte Erkrankung ist die Parodontitis, eine Entzündung des Zahnbetts, die durch Plaque entsteht. Nicht behandelte Beschwerden stellen Entzündungsherde dar, deren Krankheitserreger dann in die Blutbahn gelangen und andere Körperregionen infizieren können. Bei einer Parodontitis treten so oft auch Atemwegserkrankungen, eine Schwächung des Herzmuskels, Bluthochdruck oder rheumatische Beschwerden auf. Bei Schwangeren mit einer Parodontitis ist das Risiko für eine Fehlgeburt 7 mal so hoch. Wurzelbehandelte Zähne können auch nach der Behandlung ein unbemerktes Risiko darstellen. 

Aber auch funktionelle Störungen, wie das nächtliche Knirschen und Beißen, wirken sich negativ auf Zähne und Körpermuskulatur aus. Durch die Überbeanspruchung nutzen sich Zahnoberflächen ab, und Kaumuskeln verhärten sich. Die Folgen können Tinnitus, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerz oder Schwindel sein. Eine Aufbissschiene, die den direkten Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer verhindert, kann hier helfen. 

Zur Vorbeugung von Karies und daraus resultierenden Zahnfleischentzündungen reicht regelmäßiges Zähneputzen oft nichts aus, da mit der Zahnbürste nur etwa 70 % der Zahnoberflächen gereinigt werden. Gerade Menschen mit engen Zahnzwischenräumen sollten zusätzlich abends Zahnseide oder, für die größeren Zahnzwischenräume, Interdentalbürstchen benutzen, um Bakterien restlos zu entfernen. Dies mag zwar etwas mühsam erscheinen, kann aber Zähne vor Füllungen oder Wurzelentzündungen schützen! Mundwasser hingegen ersetzt keine Zahnzwischenraum- Hygiene, sondern verhilft meist lediglich zu einem frischen Atem.

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