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Abnehmen liegt an einem selbst Ein Interview mit Nicole Staudinger

Sie ist die Stehaufqueen Deutschlands und gibt Seminare für Frauen. Dabei motiviert sie Teilnehmerinnen schlagfertiger und voll positiver Energie durchs Leben zu gehen.

Ihr eigener Lebensweg sah nicht immer so rosig und glänzend aus, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit 32 Jahren erkrankte die zweifache Mutter an einer schweren Form von Brustkrebs, der ihr alles abverlangte. Jetzt ist ihr viertes Buch fertig und sie hat optisch eine Wandlung durchlebt und 30 Kilo abgenommen. Wie sie das geschafft hat, erzählt sie Schöne Jahre und macht Mut das Thema Abnehmen aktiv anzupacken.

Schöne Jahre: Frau Staudinger, Sie haben 30 Kilo abgenommen. Wie kam es dazu?

Nicole Staudinger: Schlicht und ergreifend: ich war ein Mega-Moppel. Ja, das klingt hart, war aber so. Ich habe mit dem leidigen Thema schon mein ganzes Leben lang zu kämpfen und war im Grunde genommen auf Dauerdiät – leider ohne Erfolg. Außerdem habe ich mich so richtig unwohl in meiner Haut gefühlt.  

Schöne Jahre: Ich nehm‘ schon zu, wenn andere essen! - so heißt Ihr neues Buch. Wieviel Wahrheit steckt dahinter?

Nicole Staudinger: Leider gar keine. Denn es ist eine der sieben Millionen Ausreden, die ich hatte. Größtenteils haben wir es selbst in der Hand, ob wir dick bleiben oder etwas daran ändern. Und ganz ehrlich: es ist ja auch so schön einfach und bequem es auf die Drüsen, schwere Knochen oder das kalorienreiche Essen unterwegs zu schieben.

Schöne Jahre: Was haben Sie in ihrem Leben verändert, um erfolgreich abzunehmen?  

Nicole Staudinger: Also es ist und war eine ganz einfache Sache: weniger essen und mehr bewegen. Klingt unsexy, ist aber mein Erfolgsrezept. So schön und einfach es wäre, es gibt leider keine Booster, die das Abnehmen für einen erledigen. Man muss da schon selbst ran. Ganz wichtig ist mir dabei, dass ich mich nicht gestresst habe, denn das macht unzufrieden. Unzufriedenheit ist Gift für erfolgreiches Abnehmen. Wenn man sich selbst permanent unter Druck setzt, klappt es nicht. Ich habe gelernt meine Zufriedenheit nicht mehr über den Mund, sprich übers Essen zu stillen. Außerdem habe ich das Thema Hunger für mich noch einmal neu überdacht. Es war mir wichtig, das Gefühl Hunger neu zu entdecken: was macht es mit mir und ist es tatsächlich so unangenehm wie es immer heißt? Oder kann ich ihn einfach mal kommen lassen?

Schöne Jahre: Scheiter heiter – so motivieren Sie Frauen in Ihren Seminaren. Wie war das denn bei Ihnen, als es beim Abnehmen mal nicht weiterging oder Sie über die Stränge geschlagen haben?

Nicole Staudinger: Also bei mir hat es geholfen, dass ich mich nicht ständig gewogen habe. Das hätte mich nur unnötig unter Druck gesetzt. Ich habe mich ab und an auf die Waage gestellt, wenn ich das Gefühl hatte abgenommen zu haben. Und dann wollte ich einfach mal sehen, ob es auch so war. Und wenn es Situationen gab und auch heute noch gibt, wo ich mehr esse als geplant, dann mache ich in den nächsten Tagen mit Vollgas weiter. Es ist also kein Grund dann alles über Bord zu schmeißen und zu kapitulieren. Meine Gradmesser sind heute mein Bauchgefühl, meine Kleidung und mein Spiegel, nicht die Waage.

Schöne Jahre: Kein Tag ohne Sport sagen Sie – was ist Ihr Lieblingssport?

Nicole Staudinger: Ich liebe Mini-Trampolin springen, das setzt Glückshormone frei. Dazu mache ich ein hoch intensives Intervalltraining. Das ist ganz schön anstrengend und schweißtreibend. Ich war früher ein Sportmuffel und heute gehört es für mich einfach zum Leben mit dazu. Auch wenn ich öfter keine Lust darauf habe mache ich es einfach. Das ist auch ein wichtiger Faktor: nicht drüber nachdenken, einfach machen. Und schon ist man mittendrin und die Zeit geht vorbei.

Schöne Jahre: Viele wissen, dass sie dringend abnehmen müssten. Nicht nur aus optischen, sondern besonders aus medizinischen Gründen. Was raten Sie unseren Lesern, damit es im Kopf klick macht? 

Nicole Staudinger: Zunächst einmal würde ich mich fragen ob der Körper, also mein Haus, in dem ich lebe, so ist wie ich es mir vorstelle. Oder gibt es Dinge die verbesserungswürdig sind? Wenn ich zum Beispiel beim Spielen mit meinen Kindern nicht mehr so locker flockig hochkomme oder mich nicht so bewegen kann wie ich es will. Welche Bedeutung hat Essen für mich? Bin ich ein Frustesser, was hilft mir dann außer Essen? Denn wenn Hunger nicht das Problem ist, ist Essen nicht die Lösung. Ein weiterer Schritt ist ehrlich zu überlegen warum man wirklich abnehmen möchte. Wichtig ist es aber auch sich darüber zu informieren, was gesundes Essen eigentlich ist. Selbst zu Kochen hilft ungemein. Und man sollte unbedingt nett zu sich sein und nicht ständig so streng und hart mit sich ins Gericht gehen.

Frau Staudinger, wir danken Ihnen für das nette Gespräch.  

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