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Was regelt die Vorsorgevollmacht?

Jeder Mensch kann durch Unfall oder Krankheit in die Lage kommen, nicht mehr selbst entscheiden zu können. Mit einer Vorsorgevollmacht kannst Du eine Person Deines Vertrauens beauftragen, im Notfall für Dich zu sprechen und zu handeln.

Heute gesund, morgen im Koma: Der Ernstfall kann jederzeit eintreten – sei es durch ein Unglück, einen Schlaganfall oder eine Hirnhautentzündung. Weil niemand gegen solche Ereignisse gefeit ist, sollte jeder Erwachsene eine Vorsorgevollmacht ausfüllen und unterschreiben. Das gilt sogar für Verheiratete: Denn selbst Eheleute dürfen nicht automatisch füreinander sprechen. Und auch erwachsenen Kindern fehlt ohne Vollmacht die Befugnis, Entscheidungen für ihre Eltern zu treffen.

Mit einer Vorsorgevollmacht kannst Du einen anderen Menschen beauftragen, im Notfall an Deiner Stelle zu entscheiden – etwa im Krankenhaus, bei der Bank oder gegenüber dem Vermieter. Welche Aufgaben die bevollmächtigte Person genau übernehmen soll, legst Du in der Vollmacht fest. Eine Vorsorgevollmacht gilt immer erst dann, wenn Du die Dinge nicht mehr selbst bewältigen können. Außerdem hast Du jederzeit die Möglichkeit, dem Beauftragten die Vollmacht wieder zu entziehen oder diese inhaltlich zu verändern.

Ein Fürsprecher für den Notfall

Eine Vorsorgevollmacht kann sich nicht nur auf den Abschluss von Verträgen und finanzielle Angelegenheiten beziehen, Du kannst auch festlegen, dass der Bevollmächtigte alle Entscheidungen in gesundheitlichen Fragen und bei medizinischen Behandlungen trifft. Dazu musst Du Deiner Vertrauensperson allerdings ausdrücklich die Befugnis erteilen, in ärztliche Maßnahmen einzuwilligen oder sie zu untersagen.

Darüber hinaus sollte die Vollmacht auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht enthalten, also dem Bevollmächtigten das Recht geben, für Sie über die Unterbringung in einem Heim zu entscheiden. Auch persönliche Wünsche darfst Du formulieren – etwa, welche Dinge Du gegebenenfalls unbedingt in ein Pflegeheim mitnehmen willst.

Vertrauen vorausgesetzt

Eine geeignete Person hat Dein volles Vertrauen, kennt Dich und Deine Vorstellungen gut. Sie sollte darüber hinaus kooperativ und durchsetzungsfähig sein und Entscheidungen in Deinem Sinne treffen. Dein Bevollmächtigter sollte immer erreichbar sein und regelmäßigen Kontakt mit Dir haben. Natürlich könnte er dennoch einmal verhindert sein – deshalb solltest Du auch einen Vertreter benennen.

Für eine Vorsorgevollmacht gelten nur wenige Formvorschriften. Der Text kann handschriftlich verfasst sein. Um nichts zu vergessen, hilft es, ein vorgefertigtes Formular auszufüllen. Das Dokument sollte eigenhändig unterschrieben und mit Datum versehen sein.

Eine notarielle Beurkundung ist im Allgemeinen nicht nötig. Die Beglaubigung durch einen Notar ist aber dann erforderlich, wenn die Vollmacht zum Kauf oder Verkauf von Grundstücken oder zur Aufnahme von Darlehen berechtigen soll.

Sie können auch einen Betreuer vorschlagen

Statt einen anderen Menschen zu bevollmächtigen, kannst du auch jemanden für den Notfall als Betreuer vorschlagen – mit einer sogenannten Betreuungsverfügung. Ein Betreuer kann nicht automatisch handeln, er wird von einem Gericht beauftragt und unterliegt dessen Kontrolle.

Als Betreuer kommen Angehörige, Freunde und auch Nachbarn in Betracht oder eine fremde Person, die hauptberuflich oder ehrenamtlich als Betreuer tätig ist.

Ausführliche Informationen zum Thema Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung bietet zum Beispiel die Stiftung Warentest. Sie sind gegen eine Gebühr von drei Euro unter www.test.de/vollmacht abrufbar. Kostenlose Formulare der Stiftung Warentest für Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung mit Ausfüllhilfe gibt es online unter

www.test.de/vorsorgeformulare-pdf.

 

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