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Schreiben hilft... Interview mit Prof. Dr. Jalid Sehouli

Jalid Sehouli ist ein Mann mit vielseitigen Talenten, er arbeitet an der Charite in Berlin und leitet dort die Klinik für Gynäkologie. Außerdem ist er Schriftsteller. Im Interview verrät er uns, dass das Schreiben für ihn selbst einen hohen Stellenwert hat und er es nutzt, um emotionale Krisen zu bewältigen.

Darüber hinaus haben wir ihn noch über den Literaturwettbewerb zum Thema „Leben und Lebensfreude“, den seine Stiftung für Eierstockkrebs, momentan ausrichtet. Bis jetzt haben sie schon 30 Zusendungen erhalten – von Patienten, Ärzten und Angehörigen. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 15. April 2018.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen einen Literaturwettbewerb zum Thema „Leben und Lebensfreude“ auszurichten?

Die Stiftung Eierstockkrebs möchte gerne über die Erkrankung Eierstockkrebs etc. aufklären und hat es in den letzten Jahren mit sehr unterschiedlichen Aktionen versucht, u.a. eine Modenschau und ein Singcontest. Themen wie z.B. Lebensfreude betreffen unser aller Leben und können dazu führen, dass die Unterschiede zwischen Patienten und Erkrankten verwischen. Literatur ist eine schöne Möglichkeit, um bei sich zu sein, über sich zu reflektieren.

Worauf werden Sie als Jurymitglied bei den eingereichten Texten achten?

Es gibt keine Einschränkungen was die einzelnen Genres betrifft, es kann ein Gedicht, eine Ballade oder Ähnliches eingereicht werden. Auch thematisch kann es sehr breit gefächert sein, um Trauer oder Freude gehen.

Gerne würde ich die Texte im Anschluss an den Wettbewerb in den Schreibseminaren als Beispiele nutzen und damit Patienten zum Schreiben motivieren.  Mich persönlich interessiert besonders der Prozess der hinter einem Text steht. Ich liebe Texte, die mir eine Richtung vorgeben, aber genug Raum für eigene Gedanken bieten, so dass man den Text beim Lesen zu seinem eigenen machen kann bzw. seine eigenen Gedanken einbauen kann.

Welche Hoffnungen verbinden Sie mit dem Wettbewerb?

Er soll Menschen zum Schreiben motivieren. So wie es verschiedenste Therapieformen wie Maltherapie, Tanztherapie gibt, so gibt es eben auch eine Schreibtherapie. Nicht jeder kann malen, aber jeder kann prinzipiell schreiben. Das Schreiben bietet eine tolle Reflektionsmöglichkeit – es hilft.

Sie sind selbst Autor – welchen Stellenwert hat das Schreiben in ihrem Leben?

Mein Buch „Marrakesch“ habe ich geschrieben während ich mich in einem besonderen emotionalen Konflikt befunden habe. Das Buch kann eine Art bester Freund werden.

„Tanger“ habe ich kurz nach meinem Überfall angefangen. Es geht um Bewältigung von Trauer, um einen Dialog. Über das Schreiben erreicht man noch mehr Leute, als über das Sprechen.

Schreiben mit sich selbst hilft bei der Trauerbewältigung.

Aktuell  geht es in meinem neuen Buch um die Übermittlung einer schlechten Nachricht, beispielsweise, wenn Ärzte den Patienten eine schlechte Nachricht überbringen müssen. Es geht nicht nur um die Worte, die gesprochen werden, sondern auch um die Beziehung. Ein schlechtes Gespräch mit einem Patienten, kann trotzdem eine positive Auswirkung auf die Beziehung der beiden Gesprächsteilnehmer haben.

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