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Seniorenhunde - grau meliert und top in Form Mobilität und Lebensqualität erhalten

Petra Peiniger aus Duisburg bringt es auf den Punkt: Alte Hunde gehören nicht auf das Sofa, sie brauchen Bewegung und frische Luft. Ihr Engagement zeigt deutlich: Seniorenhunde zählen nicht zwangsläufig zum alten Eisen. Ihre zwei Hundesenioren gaben der Hundetrainerin indirekt den Schubs in die richtige Richtung und heute trainiert sie an zwei Tagen in der Woche ältere und körperlich beeinträchtigte Tiere.

Petra Peinigers Hunde waren damals beide 14 Jahre alt. Als Sammie, einer ihrer zwei Lieblinge, an einem degenerativen Nervenleiden erkrankte und dadurch bedingt die Kontrolle über seine Hinterbeine verlor, suchte sie für ihn eine Hundeosteopathin. Ihre Suche führte sie zu Heike Küpper, die die Behandlung ihres Hundes übernahm. „Wir freundeten uns schließlich auch an und von ihr kam letztlich der Vorschlag, etwas für alte und Handicap-Hunde zu tun.“ Zusammen erarbeiteten beide Frauen ein Konzept und schauten sich anschließend nach einem geeigneten Hundeplatz für das Training um. Fündig wurden sie in Duisburg-Asterlagen und mieteten im April 2012 den dortigen Hundetrainingsplatz an. „Dank der Behandlung durch Frau Küpper und des damals neu begonnenen Hundeseniorentrainings konnte Sammies Krankheit noch ein Jahr in einem für ihn erträglichen Rahmen gehalten werden. Dieses Erleben war der Beginn meiner neuen Passion“, so Petra Peiniger.

Freude auf beiden Seiten
Seit dieser Zeit ist Petra Peinigers erklärtes Ziel, Hunden durch gezieltes Training ihre Mobilität zu erhalten und gleichzeitig zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. „Mangelnde oder gar fehlende Bewegung hat, wie auch bei älteren Menschen, fatale Folgen. Viele Hunde kommen ursprünglich aus dem Hundesport und wenn sie dann plötzlich von hundert auf null zurückgefahren werden, ist das für die Tiere ein echtes Desaster.“ Vierbeiner aller Altersklassen sind herzlich willkommen. Liegt ein Handicap vor, sind die Hunde teilweise erst eineinhalb Jahre alt und das Durchschnittsalter bei den Senioren liegt zwischen sechs und 17 Jahren. An den Trainingstagen ist die Freude auf beiden Seiten groß. „Wenn die Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern im Auto in die Straße zu unserem Hundeplatz einbiegen, ist die Vorfreude nicht zu überhören und zu übersehen. Selbst die blinden und tauben Hunde zeigen deutlich ihre Ausgelassenheit. Auch der Kontakt zu den anderen Tieren ist natürlich ganz wichtig. Sie sind dann immer alle mit viel Eifer bei der Sache und absolvieren gewissenhaft ihre Trainingseinheiten. Die Lethargie, die einige Hunde im Laufe der Jahre befallen hat, fällt nach und nach von ihnen ab. Das gute Gefühl, wieder in Bewegung zu sein, ist deutlich spürbar.“ Muskeln werden auf diese Art erhalten und teilweise sogar wieder aufgebaut. Den Besitzern werden einfache Hilfestellungen für das Training zu Hause an die Hand gegeben. Die Einheiten sind abhängig von der Erkrankung und der jeweiligen Tagesform. Ganz wichtig ist auch, dass die Besitzer die Grenzen ihrer Vierbeiner richtig einzuschätzen lernen. „Die Übungen verhelfen auch zu sozialen Kontakten unter den Hunden, ohne dass sie dabei angeleint sind, was bereits einen erheblichen Bewegungsanreiz auslöst.“ Es wird unter anderem das Cavaletti-Training zum Konditionsaufbau und zur Koordinierung der Vorder- und Hinterläufe angeboten. Beim Longieren kann der Hund seine Geschwindigkeit selber bestimmen, von daher ist diese Übung für alle Tiere geeignet. Hundebesitzer, die ihren Lieblingen eine würdige zweite Lebenshälfte ermöglichen möchten oder für ihre eingeschränkten Tiere ein sinnvolles Training unter Anleitung suchen, sollten Angebote dieser Art unbedingt annehmen. „Durch Mundpropaganda sind viele Hundehalter auf uns aufmerksam geworden, denn viele suchen ja eine sinnvolle Beschäftigung für ihre Tiere. Hundehalter, deren Hunde bereits verstorben sind, suchen weiterhin den Kontakt zu unserer Einrichtung, auch um sich damit für die Begleitung auf dem letzten Weg zu bedanken. Andere kommen wiederum mit ihren jungen Hunden zu uns.“

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