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Irgendwann weiß man, wofür es gut ist/war....

Meine Eltern trennten sich, da war ich 12, in diesem Jahr bin ich 13 geworden. - 1997 kurz nach der Konfirmation meines Bruders. Auf der Konfirmation saß mein "Vater" schon mit seiner Neuen Arm in Arm am Tisch, aber da er sie und ihre Tochter regelmäßig fuhr, dachte meine Ma, es wäre nichts dabei. 3 Tage später kam er dann mit seiner Neuen um sich von meiner Mutter zu trennen. Ich weiß noch, wie mein Bruder und ich ins Wohnzimmer gerufen wurden und mein Erzeuger uns sagte, er liebe seine Neue und ihre Kinder mehr wie sein eigen Fleisch und Blut. Es war besonders für meinen Bruder wie ein Schlag ins Gesicht. - Davon abgesehen, war es nicht leicht für meine Ma....

Es war kein gutes Ende der Ehe. Als es dann um mein Sorgerecht ging und ich wollte, dass meine Ma das alleinige für mich hat, wurde auch ich vor Gericht befragt. Mein Erzeuger war auch bei diesem Termin dabei. - Ganz nach dem Motto, wie er meiner Ma und mir immer erzählte, ich wäre nicht seine Tochter, hat er mich bei diesem Termin auch keines Blickes gewürdigt. Wieder sah ich ihn etwa 2005, als meine Oma verstarb, auf ihrer Beerdigung. Da war ich schon fast zweifache Mama und erwachsen genug mein eigenes Leben zu leben. Ich weiß noch, dass ich ihm mein Beileid nicht aussprechen wollte, es aber meiner Ma zu liebe tat. Danach sah ich ihn noch einmal zufällig wieder, da wir den gleichen Optiker hatten....auch dort würdigte er mich keines Blickes. Es tat weh, aber ich war seine Ablehnung ja gewohnt. Viele Jahre später, ca 2014 fand ich ihn in einem sozialen Netzwerk wieder und da mich Ahnenforschung sehr interessierte, dachte ich mir:"Ich schreib ihn mal an, eventuell bekomme ich die Informationen, die ich gerne haben mag." - Doch alles was zurück kam war die Aussage, er kenne mich nicht... Ich brauchte ihn auch schon lange nicht mehr in meinem Leben, ich habe keinen Vater, bzw ist der Mann an der Seite meiner Ma mehr Vater für mich, als mein eigener es je sein würde! Anfang 2018 schrieb mich dann eine Freundin von meinem Erzeuger an, dadurch nahm ich dann doch Kontakt zu ihm auf und traf ihm im Sommer....Ich war aufgeregt und wußte nicht, wie ich mich verhalten soll. Schließlich hatte er seit 20 Jahren nichts mehr von meinem Leben mitbekommen. Wir trafen uns, unterhielten uns eine halbe Stunde, in der er mich fragte, ob meine Kinder mir denn Ausgang gewährt hätten, dass ich mich mit einem fremden Mann treffen könnte. - Ich brauche keine Erlaubnis meiner Kinder - ich bin eine erwachsene Frau! Mit unter sagte er mir:"Du weißt, es gibt Menschen die seit 20 Jahren sauer auf dich sind!?" Nicht nur, dass ich vor 20 Jahren ein pubertäres Kind war, was es weder leicht hatte noch für das damalige Verhalten wirklich etwas konnte.... ....es war mir an sich egal und ich hatte die Bestätigung, dass ich ihn in meinem Leben nicht brauche. Ich bereue es zwar etwas, ihn getroffen zu haben, aber am Ende hatte ich die Bestätigung, dass es gut war, dass meine Eltern sich damals trennten und ich keinen Kontakt mehr zu meinem Erzeuger hatte. Ja, manchmal können Wiedersehen auch dazu führen, dass man weiß, es ist besser allein durchs Leben zu gehen.

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