Den Namen der Enkelkinder zum wiederholten Male vertauschen: Das wird noch mit einem Schmunzeln abgetan. Doch wenn Gedächtnisausfälle schleichend den Alltag beeinträchtigen und auch noch andere Verhaltensauffälligkeiten im Bereich Orientierung oder Sprache hinzukommen, sollte eine ärztliche Untersuchung nicht hinausgezögert werden.

NUR VERGESSLICH ODER DEMENT?
Gedächtnisschwund kann mit zunehmendem Alter ein Thema werden. Man kann sich schwerer an Namen oder Ereignisse erinnern, sucht seine Brille, die man vor 10 Minuten abgelegt hat oder man hat zum ersten Mal den Jahrestag vergessen. Solche plötzlichen Gedächtnisausfälle sind meist vorübergehend: die Information fällt uns wieder ein und unsere sozialen Kontakte leiden nicht darunter.
Verschwinden allerdings ganze Zeitspannen aus dem Gedächtnis und kehren auch nicht wieder zurück, und kommen im nächsten Schritt andere kognitive Beeinträchtigungen hinzu, kann es sich um Altersdemenz handeln. Alzheimer-Demenz ist eine häufige Form davon.
Verschiedene Therapieformen können vor allem im Anfangsstadium helfen; im weiteren Verlauf sollte zusätzlich auf eine passende medikamentöse Behandlung gesetzt werden, um die Symptome zu mildern und die Lebensqualität zu erhalten.

TIPP:
Elektronische Gedächtnishilfen, die sich auf dem eigenen Smartphone einrichten lassen, können eine wichtige Stütze im Alltag sein. Dazu können z. B. die voreingestellten Apps wie Erinnerungen oder Kalender genutzt werden aber auch spezielle Apps für Gedächtnistraining, Informationsportale für Demenzerkrankte oder virtuelle Selbsthilfegruppen.