Sonne vor etwa acht Minuten

Wenn Sie in den nächtlichen Sternenhimmel blicken, blicken Sie stets in die Vergangenheit, das gilt auch für unsere Sonne. Ihr Licht benötigt rund acht Minuten, um von der Sonnenoberfläche bis zur Erde zu gelangen. Wenn Sie also das Licht der Sonne sehen, betrachten Sie eigentlich den Zustand, in dem sich die Sonne vor etwa acht Minuten befand.

Die Verzögerung als natürlicher Maßstab

Diese Verzögerung entsteht durch die endliche Lichtgeschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische Strahlung durch das Weltall bewegt. Das bedeutet, dass kein Licht augenblicklich bei Ihnen ankommt, jedes Photon (Lichtteilchen) legt eine bestimmte Zeit zurück, je nach Entfernung der Lichtquelle.

Unsere Sonne – ein naher, aber trotzdem vergangener Stern

Sonne ist rund 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt

Die Sonne ist rund 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt – im Maßstab des Weltalls ist das eine geringe Distanz. Doch auch diese Distanz führt zu einer messbaren Zeitspanne: Ein Sonnenstrahl ist ungefähr acht Minuten unterwegs, bevor er auf der Erde ankommt. Rein physikalisch gesehen, betrachten Sie also stets ein Bild, das nicht mehr dem aktuellen Zustand entspricht.

Blick in die Ferne: ältere Vergangenheit

Wenn Sie über die Sonne hinaus in die Tiefe des Universums blicken, sehen Sie noch weiter in die Vergangenheit. Beispielsweise erreichen uns die Photonen (Lichtteilchen) von Sternen, die Hunderte oder Tausende von Lichtjahren entfernt sind, erst nach entsprechend langer Reisezeit. Das heißt: Je weiter weg ein Objekt ist, desto älter ist das Licht, das Sie von ihm sehen.

Sternenhimmel

Quellen


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