Menschen altern besser! Das zeigen aktuelle Studien1 zur körperlichen und kognitiven Alterung aus Finnland. Die ForscherInnen verglichen mithilfe körperlicher und kognitiver Tests Menschen miteinander, die in verschiedenen Jahrzehnten geboren wurden. Die zwischen 1938 und 1943 geborenen Männer und Frauen konnten demnach beispielsweise schneller reagieren, fester zugreifen und waren verbal gewandter als diejenigen, die zwischen 1910 und 1914 geboren wurden. Um die Ergebnisse besser miteinander vergleichen zu können, wurden die Studienteilnehmer der jüngeren Altersgruppe im Jahr 2018 getestet und die Probanden der älteren Generation bereits Ende der 1980er-Jahre. Dass die Menschen heutzutage ein höheres Alter mit besseren körperlichen und geistigen Funktionen erreichen, belegen auch Studien aus Dänemark und den Niederlanden. Zurückzuführen sei das unter anderem auf eine bessere medizinische Versorgung und gesündere Ernährung.

Anspruch auf elektronische Patientenakte
Seit Januar 2021 können Patienten mithilfe einer elektronischen Patientenakte, kurz ePA, digital auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen. Das funktioniert über eine App auf dem Smartphone oder Tablet, die von jeder Krankenkasse kostenlos zum Download im App Store zur Verfügung gestellt wird. In der ePA können zukünftig wichtige Informationen wie ärztliche Befunde, Therapiemaßnahmen und Röntgenbilder abgerufen werden. Darüber hinaus sind weitere Funktionen, zum Beispiel die Speicherung des Impfausweises oder des Mutterpasses sowie die Überweisung an eine Facharztpraxis, geplant. Bis zum 1. Juli 2021 müssen alle Arztpraxen die elektronische Patientenakte anbieten und auf Patientenwunsch befüllen. Das Bundesministerium für Gesundheit sichert dabei zu, dass die sensiblen Daten bestmöglich geschützt seien. Die Nutzung der ePA bleibt freiwillig. Ab Mitte des Jahres soll es zudem eine App für sogenannte E-Rezepte geben. Das ärztliche Rezept lässt sich dann direkt auf dem Smartphone anzeigen und ist in jeder Apotheke einlösbar.

Corona-Maßnahmen stoppen andere Infektionskrankheiten
Einer der wenigen positiven Effekte der Corona-Pandemie ist ein merklicher Rückgang von anderen Infektionskrankheiten. So bremsen die „AHA-Regeln“ – also Abstand, Hygiene und Alltagsmasken – nicht nur die Ausbreitung des Coronavirus, sondern auch Infektionen mit Influenza, Noro- und Rotaviren sowie Windpocken und Keuchhusten. Neben den akuten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie tragen beispielsweise auch die Reisebeschränkungen zu einer geringeren Übertragung von Krankheitserregern bei. Bereits im ersten Lockdown wirkten sich die Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen positiv auf die Anzahl von Grippefällen aus.

1 Koivunen K., Sillanpää E., Munukka M., Portegijs E., Rantanen T. (2020). „Cohort differences in maximal physical performance: a comparison of 75- and 80-year-old men and women born 28 years apart.“ Published by Oxford University Press on behalf of The Gerontological Society of America. Munukka M., Koivunen K., von Bonsdorff M., Sipilä S., Portegijs E., Ruoppila I., Rantanen T. (2020). „Birth cohort differences in cognitive performance in 75- and 80-year-olds: a comparison of two cohorts over 28 years.“ Published by Oxford University Press on behalf of The Gerontological Society of America.