Kürbis, Kohl, Rote Bete, Äpfel oder Pflaumen – der Herbst schmückt Topf und Teller mit seiner herrlichen Farbenpracht. Genießen Sie die Schätze der saisonalen Küche. Sie bringt Abwechslung, ist lecker und gesund.

Wunderbar, was die kommenden Monate kulinarisch zu bieten haben. Der feucht-warme Sommer hat Äpfel, Birnen, Kohl und Co. mit reichlich Sonne, Wasser und Wärme versorgt, so dass die Ernte gut ausfällt.

TIPPS ZUM PILZE SAMMELN UND KOCHEN
Wie wäre es mit einem ausgedehnten Spaziergang in der Herbstsonne? Eine Wohltat für die Sinne. Jetzt ist Zeit für die Ernte von Äpfeln, Birnen oder Pflaumen. Auch Leckereien vom Boden und aus der Erde gibt es in Hülle und Fülle. Zum Beispiel Pfifferlinge, Steinpilze und Braunkappen. Wollen Sie Wildpilze sammeln, erkundigen Sie sich vorab, welche markanten Merkmale die jeweilige Sorte mit sich bringt, damit keine giftigen Exemplare im Körbchen landen. Ein spannendes Erlebnis ist dieser Ausflug auch für Kinder. Wer selbst erntet, sei es Pilze oder andere Herbstfrüchte, bekommt eine ganz andere Wertschätzung für jedes einzelne Lebensmittel. Gesammelt, geputzt, gebraten oder gekocht – jetzt schmeckt es gleich doppelt lecker. Für den Genuss von Wildpilzen empfiehlt es sich diese nur zu essen, wenn die Sicherheit besteht, dass es sich um ungiftige Schwammerl handelt. Experten raten Wildpilze maximal einmal wöchentlich zu konsumieren. Denn sie können recht hohe Werte an Schwermetallen wie Cadmium und Quecksilber enthalten. Ganz gleich für welche Pilzsorte Sie sich entscheiden: alle sind sehr kalorienarm und fettfrei, versorgen den Körper mit Eisen, Magnesium, Vitamin A, E, B6 und D. Auch nicht schlecht: Pilze jeder Art sind besonders gut bestückt mit Ballaststoffen, darüber freut sich die Verdauung. Sie brauchen nicht viel an Zusätzen, damit aus ihnen eine kulinarische Leckerei wird. Etwas Pflanzenöl zum Anbraten, ein paar Zwiebelwürfel, wer mag etwas Knoblauch, frisch gemahlenen Pfeffer, etwas Salz und einen Spritzer Zitronensaft. Für eine cremige Soße: Milch und Frischkäse dazu oder einen Schuss Sahne. Leicht einkochen lassen, dazu frische Kartoffeln, Spätzle oder Knödel servieren. Obenauf noch etwas frisch gehackte Petersilie oder Schnittlauch. Schon ist ein leckeres Herbstessen fertig, dass auch mal ohne Fleisch auskommt.

SELBSTGEMACHT: KOHLBLÄTTER ZUM KNABBERN
Statt Chips, Flips oder gesunden Gemüsesticks sind knusprige Kohlblätter eine leckere Knabberei. Jetzt startet die Hochsaison von Rot- und Weißkohl, Wirsing und Grünkohl. Dabei sind sie besonders prall gefüllt mit natürlichen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Knusprige Snack-Kohlblätter können Sie einfach selbst machen. Dazu Kohlblätter vom Strunk lösen, waschen, trocknen und in mundgerechte Stücke zupfen. Olivenöl mit etwas gemahlenem Chili, Paprikapulver und einer Prise Salz verrühren. Kohlblätter damit beträufeln. Den Backofen auf 190 Grad (Umluft: 170 Grad) vorheizen und Blätter etwa 15 bis 20 Minuten kross backen. Das geht schnell, schmeckt raffiniert, spart Kalorien und die Blätter sind dazu auch noch kohlenhydrat- und damit zuckerfrei.

ÄPFEL: VIELSEITIGE KLASSIKER
Sie sind das beliebteste Obst Deutschlands: rund 25 Kilo isst jeder Bundesbürger im Jahr. Dabei können Äpfel noch mehr als pur oder im Kuchen gegessen werden. Wie wäre es zum Beispiel mit bunten Apfelstempeln für Karten, Stoffbeutel oder Namenskärtchen? Dazu verschiedene Plaka-Farben auf einen Teller geben. Äpfel halbieren, entweder von jeder Apfelgröße eine Hälfte in jeweils eine Farbe tunken oder mit dem Pinsel bemalen. Papier festhalten und wie beim Kartoffeldruck stempeln trocknen lassen, mit einem feinen Pinsel und brauner Farbe Stiel und Kerne nachmalen. Mit der Schere ausschneiden. Etwas Besonderes ist selbst gemachter Apfelwein. Dazu 4 kg säuerliche Äpfel in einer Saftpresse entsaften. Saft mit 0,5 g Weinhefe in einen Gärbehälter füllen. Behälter bei 10 bis 13 Grad lagern. Nach einem Tag startet die Gärung und der Saft beginnt zu blubbern. Nach etwa drei Monaten ist die Gärung abgeschlossen.
Wein in Flaschen abfüllen und kühl lagern. Gärbehälter verleihen Winzergenossenschaften oder sie sind im Internet erhältlich.